Klein im Auftritt, groß in ihrer Wirkung: die Nieren.
Zu den häufigsten Fragestellungen in der Nephrologie zählen:
- Veränderte Nieren-Laborparameter
-
Auffälliger Harnbefund mit Eiweiß-
ausscheidungen (Protein-, Albuminurie) - Mikrohämaturie (Ausscheidungen von Blut im Urin)
- Harnwegsinfektionen
- Nierenschmerzen
- Zystennieren / Nierenzysten
Die erforderliche Diagnostik, je nach klinischem Bild und Fragestellung:
- Ultraschall der Nieren und Bauchorgane
-
Bei Bedarf CT oder MRT bis zur
Eigennierenbiopsie -
Labor gesamt (großes Blutbild),
inklusive Harnanalyse - 24-Stunden-Blutdruckmessung
-
Echokardiographie und Ergometrie
(Belastungs-EKG)
Uns beschäftigt, was Sie beschäftigt.
Um Ihnen eine erste Orientierung zu geben, finden Sie im Folgenden Fragen, die
meine Patientinnen und Patienten immer wieder beschäftigen.
Dr. Khalifeh:
„Die rasche Überweisung und Begutachtung spielt eine wichtige Rolle bei Verdacht auf Niereninsuffizienz. Für eine komplette Nierenbegutachtung werden die Laborparameter (gesamt), ein Harnbefund (Proteinurie, auffällige Sedimente) und eine Ultraschall-Untersuchung (Nieren/Abdomen) benötigt.
Abhängig von Anamnese, Alter und bestehenden Risikofaktoren ist eine akute von einer chronischen Niereninsuffizienz zu unterschieden. Die Ursache hierfür kann in verschiedene Stadien unterteilt werden:
Eine Verschlechterung der Nierenwerte wird in prärenale (Herzinsuffizienz, Volumen/Trinkmengen), renale (Albuminurie, Proteinurie, Mikrohämaturie) oder postrenale (urologisch) Geschehen unterteilt.
Um den Ursachen einer (möglichen) Insuffizienz auf den Grund zu gehen, sind eine Echokardiographie, eine 24-Stunden-Blutdruckmessung und eine Ergometrie sinnvoll und meist notwendig.
Unabhängig von der Diagnose ist die Einstellung einer arteriellen Hypertonie (meistens mit der Erkrankung verbunden) ein wesentlicher Schritt, um das Fortschreiten einer Niereninsuffizienz zu verhindern.“
Dr. Khalifeh:
„Eine Begutachtung ist nötig und auch ratsam, da eine Eiweißausscheidung (Proteinurie) ein Hinweis auf eine (beginnende) Nierenerkrankung sein kann und so eine manifeste Niereninsuffizienz rechtzeitig erkannt wird.
Die Erkrankung kann durchaus auch ohne Nierenschmerzen auftreten, die daher notwendige Diagnostik: ein Ultraschall (Sonographie) der Nieren und eine detaillierte und wiederholte Befundung des Harns.“
Dr. Khalifeh:
„Nierenschmerzen oder Flankenschmerzen können die Nieren selbst, aber auch die Nachbarorgane betreffen (Ausstrahlung der Wirbelsäule). Mittels Ultraschall-Untersuchung (Sonographie der Nieren) kann die Morphologie der Nieren beurteilt werden. Je nach Klinik, Labor und Harnuntersuchung können eine Harnwegsinfektion oder eine aufsteigende Infektion (Nierenbeckenentzündung – Pyelonephritis) diagnostiziert oder ausgeschlossen werden. Als Differentialdiagnose sind oft auch Nierensteine eine mögliche Ursache der Schmerzen.“